Nordseebad Dangast am Jadebusen

 

Viele Künstler haben Dangast für Ihre Werke entdeckt. Die einzigartige Lage, das Meer und die Nähe zu den Bewegungen der Tide mit einem Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser von fast vier Metern, die Mündung der Jade, die Marsch und das Umland bieten eine einmalige Kombination.

Stöbern Sie in der Galerie Dangast, erleben Sie Impressionen Dangaster Kunstwerke.
 

 

 

In Dangast am Strand steht der Thron von Kaiser Butjatha direkt an der Flutgrenze.

 

 

Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff in Dangast

1905 wird von einigen Kunstmalen und Architekturstudenten die Künstlergemeinschaft "Die Brücke" gegründet, die dem deutschen Expressionismus bedeutende Impulse geben sollte. Mit dem Begriff sollte die Verbindung der verschiedenen Stilrichtungen symbolisiert werden, weg von der akademischen Tradition hin zu einer neuen, freien künstlerischen Ausdrucksweise. Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff haben ab 1907 in Dangast und Umgebung etliche farbstarke Gemälde, Aquarelle, Skizzen und Zeichnungen geschaffen. Später gesellte sich auch Hermann Max Pechstein zu seinen "Brücke" Gefährten und ließ sich inspirieren vom Charme des kleinen Fischerdorfs am Jadebusen.

Neben bedeutenden Werken von der Dangaster Landschaft und den Impressionen der umgebenen Natur entstanden hier auch Portraits der "Brücke"- Künstler untereinander. Allen voran das weltweit bekannte Bild "Schlafender Pechstein", das Erich Heckel vom ruhenden Max Pechstein 1910 schuf. Oder der "Mann in der gelben Öljacke" von Karl Schmidt-Rottluff. Ein Gemälde das Erich Heckel darstellt, welches allerdings seit der Beschlagnahmung durch Nationalsozialisten nicht wieder aufgetaucht ist. Für Karl Schmidt-Rottluff begannen mit den Erfolgen seines Expressionismus auch die Diffamierungen durch die Nationalsozialisten und seine Werke wurden als entartet und verboten eingestuft.

 Pferdeskulptur von Diedel Klöver

Aus Schrauben, Schrott und Alteisen kreiert Diedel Klöver seine Skulpturen. So werden auch Geschöpfe von anderen Kontinenten in und um Dangast dauerhaft heimisch und sind hier zu jeder Jahreszeit zu beobachten:

Gnu, Antilope, Giraffe, Löwe oder Elefant und Pavian

...um nur einige zu nennen...

 

Aber auch die nützlichen Hinweis-
tafeln zu unseren Ferienhäusern
stammen alle aus seiner
Künstlerschmiede:
-> Link

 

Hinweise auf die zahlreichen kulturellen Ereignisse finden sich überall in und um Dangast.

 

 



Skulptur, zu finden auf dem Weg den Deich entlang von Dangast nach Wilhelmshaven Südstrand.

Dangast ist schon in den 20ern zum Künstlertreffpunkt geworden. Hier lebte seit dieser Zeit der Maler Franz Radziwill (1884-1976) und hier sind seine schönsten Werke entstanden. Heute ist sein Haus in der Sielstraße zu besichtigen, sein Atelier und seine Werke. Dem Besucher werden Ausstellung und Biographie des Künstlers präsentiert. Das Radziwill-Haus ist seit Jahren ein Treffpunkt für Kunstliebhaber und wird als Austragungsort für wechselnde Ausstellungen genutzt. Auch in diesem Jahr freut sich Dangast auf kulturell interessierte Menschen von nah und fern!

 

Das kleine Museum "Franz– Radziwill- Haus" lädt Sie ein zu einem Rundgang durch kulturelle Gegenwart und Historie von Dangast.
 

 

Weitere Künstler die sich in und um Dangast mit ihren Werken verewigt haben:

Zum Beispiel Trude Rosner-Kasowski, einige ihrer Exponate sind ebenfalls im Radziwill-Haus ausgestellt. Oder Willy Hinck mit seinen zeitgenössischen Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen.

Ebenfalls regelmäßiger Besucher in Dangast ist der bekannte Schüler Beuys, der Bildhauer Anatol (K. H. Herzfeld). Ausrangiertes und Ausgedientes des Alltags aus Eisen, Stein und Holz sind das Thema vieler seiner bekannten Werke.

 

1977 schuf Anatol das "Traumschiff Tante Olga", welches vom Jadebusen aus startet und pünktlich zur Eröffnung der Documenta 6 in Kassel präsent ist. Und nicht zuletzt sein ewiges Werk, die "Jade" am Strand von Dangast.

 

 

Der Wal von Dangast

Ein Werk von Jana Hackerova, eine Künstlerin die ebenfalls in Dangast zu ihren Werken inspiriert wurde. Dies sind zumeist farbenfrohe Aquarelle und immer wieder Bilder vom Meer, dem Strand und von den großen Tieren im Meer. Seit 1987 ist ihr freundlicher, nicht mehr wegzudenkender Weißer Riese auf der Flutmauer von Dangast direkt unter dem "Alten Kurhaus" zu bestaunen: Walther der Wal

 

Eckart Grenzers Tor zum Wattenmeer: Die beiden Steinplatten leiten den Blick (von Süden nach Norden) auf den Punkt an dem früher die Dangaster Kirche stand, bevor sie Opfer einer Sturmflut wurde. Die Steinplatten stehen in der Nähe des "Alten Kurhaus" oberhalb des Dangaster Strandes und sollen Dynamik, Vergänglichkeit und Statik symbolisieren. Am Vareler Siel am östlichen Teil des Jadebusen steht ein weiterer Stein von Eckart Grenzer, die Eiszeitskulptur, welche zum Thema "Sintflut" entstand.

 


Auf eine weitere Skulptur trifft man auf dem Weg von Dangast Richtung Nationalparkhaus. Das Gesicht mit dem souveränen Blick führt den Betrachter zur vor ihm liegenden Marsch.

 

Furore durch Penis am Strand

Was wäre Dangast ohne seine Künstler und ihren Ideenreichtum. Auch Eckart Grenzer aus Dangast war mit einem Projekt, dem "100 Tage - Steinwald" an der Documenta 6 in Kassel beteiligt.

Er erregte besonderes Aufsehen durch seinen "Grenzstein", einen riesigen Phallus aus Granit. 1984 hat er ihn an der Flutkante aufgestellt, gedacht als Zusammenhang zwischen dem "weiblich-weichen" Meer und der "männlichen Erde", um hier eine geschlechtliche Einheit zu bilden. Damals gab es viele Diskussionen und Skepsis, inzwischen haben sich alle an den außergewöhnlichen Grenzstein gewöhnt. Zu finden am Strand vor dem "Alten Kurhaus" in Dangast.